Freitag, 5. Dezember 2014

J: Weihnachtlicher Rinderrollbraten mit Mini-Klößen und selbstgemachtem Rotkraut

Hello again!

Heute habe ich ein aufwendiges Gericht im Schlepptau, das sich perfekt in der kalten Jahreszeit als Festmahl eignet. Es lässt sich durch mehr fertig gekaufte Sachen natürlich vereinfachen, aber wenn man für die ganze Familie kocht, sollte es doch zu bestimmten Anlässen nicht immer Dosen- und Fertigfutter sein, oder?

Dieses Rezept ist nicht ganz unerschwinglich, aber

Zutaten für 8-10 Personen:
 
Für den Braten:
2,5 kg              Rinderbraten am Stück (ersatzweise Rinderroulladen)
2 Pck.              Essfertige Maronen
1                       Gemüsezwiebel
1 Glas              Wildpreiselbeeren
                         Salz, Pfeffer, Senfmehl, Knoblauchpulver und Paprika edelsüß
                         Küchengarn
 
Für das Rotkraut:
1 Kopf              Rotkohl
2 Gläser          Rotwein halbtrocken
4 EL                 Essig
2 EL                 Zucker
1                       Gemüsezwiebel
4 EL                 Pflanzenöl
5                       Nelken
4                       Wachholderbeeren
4                      Lorbeerblätter
1 TL                 Zimt
½                     gewürfelten Apfel oder Birne
 
dazu je 2 Pck. Pfanny Mini-Knödel (halb-halb & Semmelknödel)
 
Zubereitung:
 
Am Vorabend:
 
Es bietet sich an den Rollbraten am Vorabend schon zu füllen und über Nacht ziehen zu lassen. Hierzu demnach Maronen hacken, Gemüsezwiebel fein würfeln und mit Wildpreiselbeeren vermengen.
 
Den Rollbraten unter fließend kaltem Wasser abwaschen, mit einem Küchentuch (Zewa) abtupfen und von unten gesehen bei ca. 1/3 einschneiden (nicht durchschneiden!!!). Klappt das Fleisch auf und schneidet es in der Hälfte der Höhe nochmal ein, sodass ihr einen „Fleischlappen“ bekommt.
 
Diesen mit dem Maronen-Preiselbeer-Gemisch bestreichen und vorsichtig wieder einrollen.
 
Küchengarn herbei holen und den Braten sicher verschnüren.
 
Ebenso lässt sich das Rotkraut am Vorabend schon vorbereiten! Hierzu die äußeren Blätter des Rotkohlkopfes ablösen, den Kopf halbieren, Strunke entfernen und in feine Streifen schneiden.
 
Gemüsezwiebel schälen und möglichst klein hacken. Einen großen Topf mit ca. 4 EL Pflanzenöl erhitzen und Zwiebel darin andünsten.
 
Die Rotkohlscheibchen hinzu geben und ebenfalls gut mit andünsten. Der Rotkohl fällt merklich zusammen, wenn er erwärmt wird. Immer wieder mal umrühren, damit nichts am Boden anbrennt.
 
Nach etwa 15 Minuten das Kraut mit 2 Gläsern halbtrockenen Rotweins ablöschen. Nacheinander 4 EL Essig, Nelken, Wachholderbeeren, Lorbeerblätter, 1 TL Zimt und 2 EL Zucker hinzugeben.
 
Dann die Hitze etwas reduzieren, Deckel auf den Topf und das Kraut 30-45 Minuten leicht einköcheln lassen. Gelegentlich mal umrühren.
 
Zwischenzeitlich eine ½ Birne schälen, entsteinen und grob würfeln.
 
Nach 45 Minuten den Herd ausstellen, ½ Birne unterheben und bei verschlossenem Deckel über Nacht ziehen lassen.
 
Am Tag selbst:
 
Den Rollbraten aus dem Kühlschrank holen und ca. 30 Minuten auf Zimmertemperatur kommen lassen.
 
Eine große Pfanne mit etwas Öl erhitzen und den Rollbraten darin von allen Seiten scharf anbraten. Unterdessen auf einem Stück Backpapier Salz, Pfeffer, Senfmehl, Knoblauchpulver und Paprika edelsüß verstreuen.
 
Den goldbraunen Braten aus der Pfanne heben und auf eine Außenseite des Backpapiers legen. Dann einmal rundherum rollen, sodass die Gewürze am Fleisch haften bleiben.
 
Den Braten samt Sud in einen Bräter oder eine ofenfeste Pfanne legen und bei ca. 175 – 180° C Ober-/Unterhitze für rund 2 Stunden in den Ofen schieben.
 
Tipp: Ein Bratenthermometer erleichtert das Überprüfen der optimalen Innentemperatur. Rinderbraten sollte idealerweise eine Kerntemperatur von 70-80° C haben.
 
 
Etwa eine ½ Stunde vor Servieren das vorbereitete Rotkraut erwärmen und nochmals mit Salz und Zucker abschmecken.
 
Den Braten aus dem Ofen holen und auf eine Platte legen. Kurz mit Alufolie abdecken und 5 Minuten ruhen lassen. Währenddessen den leckren Bratensaft durch ein Sieb in einen Topf schütten, erhitzen und mit etwas Soßenbinder oder Mehlschwitze andicken. Gegebenenfalls mit Salz und Pfeffer abschmecken.
 
Ebenfalls Salzwasser zum Sieden bringen und kurz vor Auftischen die Mini-Knödel darin garen (5-7 Minuten).
 
Nun alles auf die Tafel transportieren und Braten auf dem Tisch anschneiden. Er sollte minimal roséfarben in der Mitte sein.
 
Vorbereitungszeit ca. 1 Stunde
Garzeit Braten ca. 1,5 – 2 Stunden
Zubereitungs- & Servierzeit ca. 30 Minuten
 
Damit könnt ihr bei der Familie eures Partners sicherlich punkten!
Eignet sich jedenfalls optimal als Festtagsmenü. Ideen für eine Vor- und eine Nachspeise liefere ich euch in den nächsten Tagen dann auch noch!
 
Viel Spaß beim Nachkochen!
Eure Jacky

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